Unser Newsletter

Bleibe auf dem Laufenden. Jetzt unseren Newsletter abonnieren!

Neubestellung des Präsidiums PDF Drucken E-Mail
Der Verwaltungsrat hat am vergangenen Sonntag ein neues Präsidium bestellt, nachdem am Freitag sowohl Hans-Hermann Schwick als auch Albrecht Lämmchen zurückgetreten waren.

Dem Präsidium wünschen wir viel Erfolg bei der anstehenden Sanierung des Vereins. Gleichzeitig wollen wir uns bei den beiden zurückgetretenen Präsidiumsmitgliedern für ihr jahrzehntelanges Engagement bedanken und hoffen, dass sie der Arminia-Familie auch ohne Amt weiterhin erhalten bleiben.

Unabhängig davon gilt natürlich weiterhin, dass wir jederzeit für eine konstruktive, ehrenamtliche Unterstützung Arminias zur Verfügung stehen. So wie auch viele andere Fans und Mitglieder, die den Verein schon in den letzten Monaten erheblich unterstützt haben.

Diese große Bereitschaft, trotz der negativen Entwicklung weiterhin Arminia treu zur Seite zu stehen, beweist abermals deutlich die zentrale Bedeutung der Anhänger für den Verein und verpflichtet alle Gremien, Fans und Mitglieder in Zukunft angemessen einzubinden.

Die Amtszeit des neu ernannten Präsidiums ist bis zur JHV am 05.09.2010 begrenzt. Zwar wurde das Präsidium formal bis 2012 bestellt, die Vorstandsmitglieder haben aber bereits angekündigt, dass sie dem auf der JHV neugewählten Verwaltungsrat die Vertrauensfrage stellen und ggf. auch zurücktreten werden.

Unter dieser Nebenbedingung ist die jetzige Neubestellung des Präsidiums tolerabel, auch wenn den Mitgliedern noch auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung versprochen worden war, dass im Falle der Satzungsänderung natürlich erst der neugewählte Verwaltungsrat das zukünftige Präsidium bestellen wird, und auch wenn die Notwendigkeit der Verschiebung der JHV für die Vereinsführung bereits Anfang Mai hätte ersichtlich sein können und müssen.

 
Die Lizenz ist da! PDF Drucken E-Mail

Der DSC Arminia Bielefeld ist gerettet. Aber leider nur vorerst.

In den letzten Wochen ist bei Arminia genug passiert, um eigentlich täglich einen Newsletter herausbringen zu können. Darauf haben wir aber verzichtet.

Zum einen, weil die Lage sich teilweise stündlich geändert hat und eine seriöse Bewertung gar nicht möglich war. Zum anderen, weil wir die Verhandlungen im Vorfeld der Lizenzierungen auf keinen Fall durch mögliche kritische Anmerkungen negativ beeinflussen wollten.

Jetzt glätten sich die Wogen, Arminia wurde in die Sommerpause gerettet.

Aber auch wenn am Ende der Entwicklung die gute Nachricht des Lizenzerhalts steht, der Weg dorthin war wieder einmal von einer zumindest unglücklichen Außendarstellung geprägt.

Dies begann bereits kurz vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung, als mit dem millionenschweren Kreditwunsch an die Stadt herangetreten wurde. Durch die forsch und fordernd wirkende Art der Kommunikation gepaart mit einem „Alles-oder-nichts-Szenario“ kam es zu einer entsprechenden Empörung bei vielen Bürger und es wurde dem Rat zusätzlich schwer gemacht, zu einer positiven Entscheidung zu kommen.

Etwas mehr Demut wäre sicherlich angemessener gewesen, hier wurde wieder viel Vertrauen zur Stadt und zu seinen Bürgern aufs Spiel gesetzt. 

Aus den Äußerungen vieler Ratsmitglieder und der Regierungspräsidentin ("erschüttert über den Dilettantismus der Vereinsführung") kann man zudem entnehmen, dass die Verantwortlichen bei Arminia es bis zum Schluss nicht geschafft haben, die geforderten Unterlagen in angemessener Weise vorzulegen.

Dass es dann glücklicherweise auch ohne direkte Hilfe der Stadt Bielefeld geklappt hat, ist hauptsächlich der Sparkasse Bielefeld und dem Land NRW zu verdanken. Da diese im Falle einer Insolvenz den größten finanziellen Schaden erlitten hätten, haben sie naturgemäß als erster nachgegeben und einer Stundung zugestimmt.

Die am letzten Wochenende eingeworbenen Darlehen einiger Unternehmen und die Bürgschaften jetziger Aufsichtsratsmitglieder haben ebenfalls (letztlich entscheidend) dazu beigetragen. Traurig ist aber, dass die Situation bis zuletzt auf der Kippe stand und Arminia am Ende offenbar nur aufgrund eines Freundschaftsdienstes gerettet werden konnte:

„Gerhard Weber hat mich angerufen und mir berichtet, dass er das Geld nicht zusammen bekommt. Für die heimische Wirtschaft ist so etwas eine Bankrott-Erklärung", schimpft Gauselmann. Nicht weil er Arminen-Fan sei, habe er geholfen, stellt Gauselmann klar. "Arminia-Fan werde ich nie und nimmer." Sondern nur weil sein Unternehmerfreund ihn so dringend um Hilfe gebeten habe.“ (NW, 02.06.2010)

Wir danken allen beteiligten Kräften hiermit ausdrücklich für ihre Unterstützung. Insbesondere das zunehmende Engagement der ostwestfälischen Wirtschaft und eine Verantwortungsübernahme innerhalb der KGaA war immer ein wichtiges Anliegen der KA.

Trotzdem ist Arminia noch nicht über den Berg: Der Verein hat nach wie vor insgesamt ca. 25 Millionen Euro Schulden. Die Hilfen, mit denen Arminia im März und aktuell unterstützt wurde, sind kein „frisches“, also zusätzliches Geld gewesen.

Es handelt sich fast ausschließlich um weitere (teils schon im nächsten Jahr zurückzuzahlende) Darlehen, um Bürgschaften und Stundungen sowie um vorgezogene Einnahmen, die dann im nächsten Jahr fehlen. 

Das riesige Finanzloch ist damit nicht kleiner, sondern nur in die Zukunft verschoben worden. Sämtliches Vermögen (Stadion, Rechte, Spieler etc.) dient als Sicherheit für die erwähnten Hilfen, der Verein hat damit keine Reserven mehr. Darüber kann auch der kürzliche Lizenzerhalt nicht wegtäuschen, dessen sind sich auch die Verantwortlichen im Verein bewusst.

Wirklich retten kann Arminia mittelfristig nur eine Ausgliederung der Alm in eine Stadiongesellschaft (vgl. auch unsere Diskussionsgrundlage einer Konzeption). Möglich wäre insbesondere eine Umwandlung von bestehenden Darlehen in Anteile einer zu gründenden Stadiongesellschaft („Debt-Equity-Swap“) und darüber hinausgehend der Verkauf von Anteilen an weitere Interessenten (heimische Unternehmen, Fußball-ist-Fansache etc.).

Fraglich ist aber, ob die potentiellen Beteiligten sich darauf einlassen (abgesehen von der Fan-Initiative Fußball-ist-Fansache). Zuletzt wurde seitens der Vereinsführung mehrfach deutlich angemerkt, dass mit einer Beteiligung in der Stadiongesellschaft keine Renditeerwartung verbunden sein darf.

Ob diese sportliche Zielsetzung durchgehalten werden kann, wird sich zeigen.

Update 09.06.2010: Der Vorsitzende der Ratsfraktion der CDU hat sich gestern bereits gegen eine solche Beteiligung der Stadt ausgesprochen, was eine Einbeziehung deutlich erschweren dürfte:

Lux lehnt auch eine Beteiligung der Stadt an einer von Arminia ausgegliederten Stadiongesellschaft ab. Das sei eher Sache der Wirtschaft, so wie es im Arminia-Gutachten des Unternehmensberaters Berger auch vorgesehen sei. (NW, 08.06.2010)    

 
Satzungsänderung und Ausblick PDF Drucken E-Mail
Das Votum der Mitglieder war eindeutig. Am letzten Mittwoch haben sich 95% der Erschienenen dafür entschieden, die vorgeschlagene Satzungsänderung anzunehmen und damit - vorerst - ein Stück ihrer Mitbestimmung aufzugeben. (Unsere Bewertung findet Ihr hier)

Wir sind dabei überzeugt, dass die Satzungsänderung an sich nicht entscheidend war: Trotz des großen Erkläraufwandes seitens Prof. Dr. Buchberger wurden nur wenige Mitglieder tatsächlich von den angeblichen Vorzügen der neuen Struktur überzeugt. Viel wichtiger war allen an diesem Abend das finanzielle Überleben von Arminia.
Weiterlesen...
 
"Im Zwiespalt der Argumente" PDF Drucken E-Mail

nw-news.de vom 03.05.10 - Stand 13:22 Uhr

Berlin. Über dem 0:3 (0:1) von Arminia Bielefeld im Zweitligaspiel bei Union Berlin schwebte das mittlerweile beinahe sichtbare Damoklesschwert der Insolvenz. Der offenbar alternativlose Rettungsplan des designierten Präsidenten Wolfgang Brinkmann entfachte die Diskussion, ob die Stadt Bielefeld sechs Millionen Euro zur Rettung des leckgeschlagenen Dampfers Arminia aufbringen soll.

Den Kritischen Arminen, durch Richter Friedrich Straetmanns als kooptiertem Mitglied im Aufsichtsrat vertretene Fan-Gemeinschaft, ist die Brisanz der Situation bewusst. "Der Zeitdruck lastet auf allem, auf der finanziellen Situation und der Mitgliederversammlung am Mittwoch. Eine vernünftige Szenerie ist nicht mehr gegeben", sagte Lutz von Rosenberg-Lipinsky, Sprecher der Kritischen Arminen.

Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 7